Meine Lieblingsnorwegerin* hat mit einen schönen Artikel
über die deutsche Sprache geschickt. Darin heißt es u.a.:
Das Deutsche lädt geradezu dazu ein, neue Wörter aus bestehenden zusammenzusetzen. Man hat es deshalb auch Lego-Sprache genannt. Der Vorteil: Aus den zusammengesetzten Wörtern kann man meist die neue Bedeutung sofort herauslesen. Man erkennt aufgrund des Wissens über die Bedeutung von Kind und Arzt auf einen Blick die Bedeutung des neuen Begriffs Kinderarzt. Wenn man die Kombination von Kind und Arzt einmal gefunden hat, kann man alle anderen Bezeichnungen für die Arztberufe genauso konstruieren und verstehen: Frauenarzt, Zahnarzt, Tierarzt, ja sogar bis zum komplexen Hals-Nasen-Ohren-Arzt reicht die Spannweite. So kann der deutsche Wortschatz beliebig erweitert werden. Das ist ideal auch für wissenschaftliche und technische Begriffe. (Natürlich verführt so etwas auch zu Wortungetümen wie dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz. Aber immerhin alles unter einem Dach.)
Autor: Roland Kaehlbrandt
Das verführt natürlich zu weiteren Überlegungen. Beim
alltäglichen Hundespaziergang entwickelten wir solche Kreationen wie
Wedelschwanz, Stöckezerkauer, Eichhörnchenjäger und Modderpampenlieger. (Eingeweihte
wissen, dass es sich bei unserem Hund um einen reinrassigen Labradormischling
handelt.) Wer also mal Langeweilezeiten mit Kindern überbrücken muss, der
sollte sich dieses Spiels bedienen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos. Unsere
bedeutendste Wortschöpfung war übrigens Großehaufenkacker.
*Ehe ich es vergesse: Die Bezeichnung Lieblingsnorwegerin gehört wohl auch
in die Legosprachenkategorie.
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